Stadt Leinfelden-Echterdingen

Nürnberg von oben, von unten und mittendrin

Am letzten Wochenende vor den Sommerferien (26. + 27. Juli 2025) unternahm die Feuerwehrabteilung Leinfelden einen zweitägigen Familien- und Kameradschaftsausflug nach Nürnberg.

Die Frankenmetropole empfing die Feuerwehrfamilie am Mittag bei sommerlichen Temperaturen. Bei der gut zweistündigen Stadtführung in Einzelgruppen durch die historische Altstadt verrieten die Stadtguides spannende und unterhaltsame Anekdoten und Details, etwa zur wechselreichen Historie der Kaiserburg, zum Leben und Wirken des berühmtesten Sohns der Stadt, Albrecht Dürer, sowie zur architektonischen Entwicklung der Innenstadt vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart.

Für einen anschließenden Stadtbummel blieb ebenfalls Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Im übertragenen Sinne in die „Gänge kommen“ hieß es am Nachmittag bei einem weiteren besonderen und spannenden Programmpunkt: Die Besichtigung der Nürnberger Felsenkeller und -gänge. 20 Meter tief unter der Stadt erstreckt sich Süddeutschlands größtes Stollen- und Felsenkellerlabyrinth. Den Besuchern eröffnet die Nürnberger Unterwelt eine gleichermaßen beeindruckende und beklemmende Zeitreise: zum einen in über 700 Jahre Bierlagerungsmöglichkeit und zum anderen in die spätere Nutzung als Schutzräume für mehrere zehntausend Menschen im 2. Weltkrieg. Wer mochte, konnte im Anschluss in der angeschlossenen Hausbrauerei „Altstadthof“ u. a. die dort gebrauten Bier- oder destillierten Whiskyspezialitäten vor Ort probieren und verköstigen.

Am Abend führte mit „All voll! Hinein in den Schlund …“ eine weitere Zeitreise ins Mittelalter. Beim zünftigen Rittermahl mit großem Spektakulum im historischen Gewölbekeller der „Alten Küch’n“ im Herzen der Altstadt ließen es sich alle, wie der Ritters Mägde und Landsknechte, zum Abschluss des Tages kulinarisch gut gehen. So manche(r) ging dann entweder erschöpft direkt ins Hotel oder stürzte sich gar noch auf einen „Absacker“ ins Nürnberger Nachtleben.

Am Sonntagvormittag stand eine weitere geführte Besichtigung auf dem Programm: Das NS-Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände. Die zweistündige Führung über das heute noch auf 4 km² zugängliche, große Gelände regte zur kontroversen Auseinandersetzung mit diesem äußerst geschichtsträchtigen Ort an.

Auf der Rückfahrt führte ein Zwischenstopp noch auf den Wartberg bei Heilbronn. Mit dem traumhaften Ausblick auf die Käthchenstadt am Neckar belohnt, ließen sich alle zum Abschluss das gemeinschaftliche Abendessen im gleichnamigen Höhenrestaurant schmecken. Einen großen herzlichen Dank an das Organisationsteam für die beiden schönen und erlebnisreichen Tage in Franken.