Leo, Julian, Florian, Manuel und Niklas haben es nicht leicht an diesem Samstagmittag. Die fünf Jungen der Jugendfeuerwehr Peppers aus Leinfelden-Echterdingen müssen auf Metallskiern eine Strecke zurücklegen. Doch sie merken, dass das nicht einfach ist. Denn sie bekommen die langen Skier, die an ihre Füße geschnallt sind, nur hoch, wenn alle zur gleichen Zeit den Fuß heben. Doch genau da hapert es bei den Jungs der Bambini-Altersgruppe, zu der die Kinder bis zehn Jahren gehören. „Eins, zwei, drei – links“, ruft ihre Jugendbetreuerin Tina Weber, sie heben alle das linke Bein, doch dann verlieren sie wieder ihren Takt. „Die Metallskier sind recht schwer, und auch die Koordination ist noch schwierig für sie“, kommentiert Weber die Bemühungen ihrer Schützlinge.
Auf dem Sportplatz nahe der Lindachschule in Stetten stehen an diesem Samstagmittag insgesamt 250 Kinder vor kleinen oder großen Herausforderungen. Der 25. Kreisjugendfeuerwehrtag findet diesmal in Leinfelden-Echterdingen statt, weil es die dortige Jugendfeuerwehr seit 50 Jahren gibt. Zum Wettstreit treten die Kinder und Jugendlichen in drei Altersgruppen an: die Bambinis, dazu gehören acht Gruppen aus dem Kreis Esslingen. Die zehn- bis 14-Jährigen treten in 30 Teams an, die Jugendlichen bis 18 in 14 Teams. Der Schwierigkeitsgrad variiert je nach Alter. „Diese Spielen sollen den Kindern und Jugendlichen aber vor allem Spaß machen“, sagt Uwe Steck, der Kreisjugendfeuerwehrwart. Und sie sollen den Nachwuchs für die Feuerwehr begeistern. „Darum haben wir auch in einigen Wehren die Bambini-Gruppen, damit die Kinder früh an die Feuerwehr herangeführt werden.“
„Sie müssen den Schlauch mit einem Knoten befestigen, wenn sie ihn im Einsatz hochziehen.“ Uwe Steck, Kreisjugendfeuerwehrwart
Viele Nachwuchsfeuerwehrleute, die am Samstag zum Wettbewerb antreten, engagieren sich bereits seit Jahren. Zu ihnen gehören Tobias, Tim, Lukas, Christoph und Dustin von der Freiwilligen Feuerwehr Neckartenzlingen. Sie absolvieren den Parcours für die Ältesten, obwohl sie zwischen 13 und 16 Jahre alt sind. Gerade stecken sie Teile einer Saugrohrleitung zusammen, mit der im Einsatz Wasser aus einem Gewässer gesaugt wird. „ Um die Teile zu verbringen darf man sie nicht verkanten, sonst passen sie nicht“, kommentiert Steck. Doch die fünf bekommen das gut hin. Und dann geht es schon zur nächsten Station: Jeder von ihnen befestigt ein Schlauchende mit einem Seil an einer Metallstange. „Das brauchen sie, wenn sie im Einsatz den Schlauch von einer Leiter aus hochziehen wollen“, sagt Steck.
Auf der anderen Seite des Platzes zeigen Florian, Leon, Nico und Jonah-Elias von den Jugendwehren Wernau und Plochingen, dass sie mit ihren elf bis 13 Jahren schon die Knoten beherrschen. Im Handumdrehen binden die Buben Doppelschlingen und Schotenstich.