Kurz vor 16 Uhr alarmierte uns die Integrierte Leitstelle Esslingen zu einem Dachstuhlbrand in der Kleinen Obergasse. Bereits die ersten eintreffenden Kräfte bestätigten das Feuer, sodass umgehend weitere Einheiten aus LE, die Feuerwehr Esslingen sowie die Werkfeuerwehr des Flughafens mit einem Abrollbehälter Wasser nachgefordert wurden, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen.
Trotz der engen Wohnbebauung gelang es uns, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen und vollständig zu löschen. Durch gezielte sogenannte Riegelstellungen konnte das Übergreifen auf weitere Gebäude verhindert werden. Im weiteren Verlauf öffneten wir die Dachhaut mit Unterstützung der Drehleiter, um mögliche Glutnester gezielt abzulöschen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis weit in die Nacht. Erst gegen 0:00 Uhr konnten die letzten Kräfte die Einsatzstelle verlassen.
Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befand sich eine Person im Gebäude. Diese konnte sich selbstständig ins Freie retten und blieb unverletzt. Zur Beurteilung der Bausubstanz wurde das Technische Hilfswerk hinzugezogen.
Die hohen Außentemperaturen von deutlich über 30 Grad stellten zusätzliche Anforderungen an die Einsatzkräfte. Besonders die unter Atemschutz eingesetzten Trupps wurden deshalb in kürzeren Intervallen ausgetauscht und mit Getränken versorgt. Insgesamt waren 13 Fahrzeuge und rund 80 ehrenamtliche Einsatzkräfte unserer Feuerwehr im Einsatz; das Deutsche Rote Kreuz unterstützte mit fünf Fahrzeugen und etwa 10 Kräften, außerdem war das THW eingebunden.
Dabei möchten wir die gute und verlässliche Zusammenarbeit mit dem DRK Leinfelden-Echterdingen und dem DRK-Kreisverband Esslingen ausdrücklich hervorheben. Die Kräfte des DRK sorgten für die Versorgung und Unterstützung der Einsatzkräfte und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum reibungslosen Ablauf des Einsatzes.
Der diensthabende Kreisbrandmeister Andreas Rudlof unterstützte die Einsatzleitung vor Ort. Auch Oberbürgermeister Otto Ruppaner informierte sich an der Einsatzstelle. Einsatzleiter war Feuerwehrkommandant Frank Luz.
„Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen aller beteiligten Kräfte konnte eine Ausbreitung auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Die hohen Temperaturen haben den Einsatz zusätzlich erschwert, dennoch arbeiteten alle Einsatzkräfte sehr professionell“, so Einsatzleiter Frank Luz.