Fahrradtour 2005 nach Voghera/I

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26.05. - 05.06.2005 (750 Km)
Unter der Federführung unserers Stadtkommandanten Werner Kuttler fuhren 22 Kameradinnen und Kameraden der Abteilungen Leinfelden, Echterdingen, Stetten sowie des Spielmannzuges mit ihren Fahrrädern unsere neue, italienische Partnerstadt und die dortige "Vigil del Fuoco" Voghera in der Lombardei besuchen. Der Anlass für diese Radtour ist die 5-jährige Städtepartnerschaft.
1. Tag nach Justingen
Der Start erfolgte um 8.30 Uhr in Leinfelden nach einem gemeinsamen Frühstück im Florian und der musikalischen Verabschiedung durch den Spielmannszug. Die erste Teiletappe führte nach Filderstadt-Bonlanden. Unser Kamerad Lothar Felbinger ließ es sich nicht nehmen, den Radlern ein zweites Frühstück zu servieren. Anschließend fuhren wir über die Trailfinger Staige zur Schwäbischen Alb hinauf. Nach 71 km war das Ziel erreicht. Die Versorgung durch die Leinfelder Partnerwehr Justingen war wie immer überwältigend.
2. Tag nach Ravensburg
Die längste Tagesetappe führte durch das oberschwäbische Barrockviertel nach Ravensburg. Ziel war der zur Feuerwache umgebaut Salzstadl. Die Feuerwehr Ravensburg bot uns einen Raum zum Schlafen. Ein Rundgang durch das Feuerwehrmuseum rundete den Aufenthalt ab. Unser Besuch war selbst der örtlichen Presse einen Online-Bericht wert!
3. Tag nach Lindau
Die Etappe nach Lindau war mit ca. 40 km nicht sehr lang, führte uns aber an markanten Orten wie Meckenbeuren und am Bodensee vorbei. Nachdem das Quartier auf der Feuerwache Ost in Lindau bezogen war, wurde der Nachmittag zur Erholung im Strandbad genutzt.
4. Tag nach Malans (CH)
Nachdem die ersten Ausläufer der Alpen bereits von Justingen aus zu sehen waren, fahren wir nun den Rhein aufwärts in das "Heidiland". Bei herrlichem Sommerwetter bilden die immer größer werdenden Berge den gesamten Tag ein herrliches Panorama.
In Mauren (Fürstentum Liechtenstein) halten wir zur Vesper und treffen alte Bekannte wieder. Vor einigen Jahren führte die Jugendfeuerwehr Leinfelden hier ihr jährliches Zeltlager durch.
Die Tagesetappe endet in Malans, wo wir einen Zivilschutzbunker übernachten. Für viele von uns ein einmaliges und beeindruckendes Erlebnis. Organisiert hatte dies der örtliche Feuerwehrkommandant Ueli Liesch. Am Abend treffen wir ihn und seine Kameraden zum Grillen. Wir machen die Bekanntschaft mit einer beeindruckenden Gastfreundschaft.
5. Tag nach Hinterrhein (CH)
Es sind 1000 Höhenmeter auf 80 km zu bewältigen. Wir fahren weiter den Rhein aufwärts bis Thusis. Dort steigen wir in die berühmte Via Mala ein. Das Wetter ändert sich, es wird kälter und schließlich regnet es. Am Abend sind wir froh, dass wir in einer Scheune übernachten dürfen, die uns der örtliche Feuerwehrkommandant Georg Trepp zur Verfügung stellt. Die Planung zum Duschen muss kurzfristig geändert werden. Wir werden im Ort bei den einzelnen Familien im Ort zum Duschen untergebracht. Auch für unsere erfahrenen Radler stellt dies eine noch nicht erlebte Gastfreundlichkeit dar. Wir sind alle tief beeindruckt.

Am Abend haben wir Gelegenheit Georg Trepp unsere Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.

Die erste Bergwertung wird von uns zu später Stunde mit einem improvisierten Fest in der Scheune zünftig gefeiert.
6. Tag nach Tenoro (CH)
Das Wetter bessert sich und wir fahren bei strahlendem Sonnenschein den San Bernardino Pass hinauf.

Wir treffen uns am Hospitz auf 2066 Metern zum Gruppenfoto. Alle sind sich sicher, dass die Anstrengungen der letzten Tage sich gelohnt haben. Nachdem es bisher nur bergauf ging, fahren wir anschließend den Pass auf der Südseite hinunter nach Tenero am Lago Maggiore. Auf einem Campingplatz schlagen wir unsere Zelte für die Nacht auf. Ein Bad im Lago Maggiore bildet den krönenden Tagesabschluss.

7. Tag nach Sesto Calende (I)
Die Gruppe teilt sich heute auf in Radler und Bootfahrer. Die Bootfahrer genießen die Aussicht auf das Uferpanorama des Lago Maggiores. Die Radler fahren ca. 80 km auf der Küstenstraße am See entlang zum nächsten Campingplatz. Nachmittags heißt es wieder Zelte aufbauen und anschließend Baden im Lago Maggiore.
8. Tag nach Vigévano (I)
Am italienischen Nationalfeiertag führt unser Weg am Ticino entlang nach Vigévano. Dort sind wir auf der Feuerwache untergebracht. Trotz Sprachschwierigkeiten verstehen wir uns sofort mit den italienischen Feuerwehrleuten.
Die berühmte und sehr sehenswerte Piazza Ducale ist an diesem Tag mehrfach das Ziel der Radler.
9. Tag nach Voghera (I)
Die Abschlussetappe bringt einige Schwierigkeiten mit sich, aber nach dem diese behoben sind erreichen wir nach 80 km unser Ziel: die Feuerwache in Voghera. Luigi Perotti und seine Kameraden erwarten uns bereits. Nach 750 km im Sattel schmeckt das Begrüßungsbier jedem. Am Abend bewirten uns die Kameraden auf der Wache.
10. Tag in Voghera (I)
Am Samstagvormittag besuchen wir die Innenstadt von Voghera. Der Höhepunkt ist die Besichtigung des Doms. Nachmittags nehmen wir an einem Treffen des Zivilschutzes der Region Pavia teil.

