Bericht zur Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen

Bericht zur Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen am 19.03.2010
Zur Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen begrüßte Stadtkommandant Werner Kuttler am 19. März 2010 zahlreiche Gäste sowie Feuerwehrangehörige in der Musberger Festhalle. Die Eröffnung der Versammlung erfolgte wie jedes Jahr durch den Spielmannszug der Feuerwehr LE.
Kuttler berichtete anschließend von einem wiederum sehr arbeitsreichen Jahr für die Aktive Wehr mit insgesamt 257 Einsätzen (darunter 57 Brände, 102 technische Hilfeleistungen und 70 Fehlalarmierungen). Es gab unter anderem fünf Großbrände zu bekämpfen.
Zum Stichtag Ende 2009 zählte die Wehr 196 Aktive Feuerwehrleute, 52 Jugendfeuerwehrleute, 79 Mitglieder der Altersabteilung sowie 47 Musiker im Spielmannszug.
Stadtbrandmeister Kuttler bedankte sich bei der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat für die Unterstützung, trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Außerdem dankte er den anderen Hilfsorganisationen für ihre sehr gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.
Bei den Beschaffungen wird dieses Jahr das vorerst letzte Löschfahrzeug der neuen Generation in der Abteilung Stetten in Betrieb genommen. In naher Zukunft muss jedoch eine neue Bedarfsplanung, angepasst an die neuen Aufgaben wie Stuttgart21 mit dem unterirdischen Filderbahnhof auf der Gemarkung LE, erstellt werden.
Das Ziel der Feuerwehr ist hierbei stets eine schnelle und fachkundige Hilfe für die Bevölkerung und Industrie anzubieten. Die Feuerwehr LE ist sowohl vom Ausbildungsstand der Mannschaft als auch vom technischen Stand der Ausrüstung auf absolut höchstem Niveau.
Schriftführer Markus Zimmermann berichtete anschließend von den Aktivitäten des Ausschuss der Feuerwehr LE. Im Berichtsjahr 2009 wurden fünf Sitzungen sowie zusätzlich an zwei Wochenenden im März und November eine Klausurtagung durchgeführt. Ziel dieser Tagungen war die Klärung der offenen Fragestellungen und Streitpunkte innerhalb der Gesamtwehr. Außerdem wurden die Weichenstellungen für die Zukunft der Wehr eingeleitet. Diese Tagungen wurden von allen Beteiligten als sehr konstruktiv bewertet.
Danach konnte Kassier Klaus Ringler von einer solide finanzierten Kasse berichten. Die Kassenprüfer bescheinigten ihm eine sehr ordentlich und sauber geführte Kasse.
Vom Spielmannszug berichtete Monika Benedickt ebenfalls von einem sehr abwechslungsreichen Jahr mit 97 Übungsabenden und 21 Auftritten. Benedickt bedankte sich bei allen Unterstützern, insbesondere der Stadtverwaltung.
Die Jugendfeuerwehr berichtete anschließend von einem sehr ereignisreichen Jahr 2009, insbesondere von ihrem gemeinsamen Zeltlager in Bad Wildbad. Die Berichte wurden von mehreren Nachwuchsfeuerwehrleuten sehr lebhaft vorgetragen. Abschließend bedankten diese sich bei ihrem ausscheidenden stellvertretenden Leiter Markus Koch mit einem persönlichen Gedicht für seine langjährige Arbeit.
Auch Josef Meindl berichtete von zahlreichen Veranstaltungen, gemeinsamen Ausflügen und Feste der Altersabteilung.
Der oberste Dienstherr der Feuerwehr LE, Oberbürgermeister Roland Klenk, bedankte sich bei allen Feuerwehrangehörigen für Ihre geleistete Arbeit und die stets gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Angesichts der angespannten finanziellen Lage der Stadt ist Klenk „sehr dankbar, dass die Forderungen der Feuerwehr stets maßvoll sind und die Feuerwehr es versteht die notwendigen Beschaffungen von den wünschenswerten zu trennen“. Klenk sagte auch für die Zukunft seine volle Unterstützung zu. Anschließend bat er die Versammlung um die Entlastung der Führung. Diese erfolgte einstimmig.
Der Leiter der Flughafenfeuerwehr Stuttgart, Andreas Rudlof, richtete ebenfalls seine Grußworte an die Versammlung und bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit.
Nachdem ein Kassenprüfer turnusgemäß ausgeschieden ist, wurde Tim Winter für die nächsten beiden Jahre einstimmig in dieses Amt gewählt.
Auch dieses Jahr wurden wieder einige Angehörige der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilungen übernommen: Daniel Auerbach, Sascha Bauer, Andreas Ehret, Selcuk Housseinoglu, Tobias Kipke, Massimo Persichilli, Robin Veit, Tina Weber und Marcel Zahn. Stadtbrandmeister Kuttler stellt zufrieden fest: „Die sehr gute Jugendarbeit trägt Früchte“. Ein Eintritt in die Jugendfeuerwehr ist mit 12 Jahren möglich. Damit aber auch noch jüngere Kinder erreicht werden können, wurden letztes Jahr die „Peppers“ für Kinder zwischen 10 und 12 Jahren gegründet.
Beförderungen:
Brandmeister: Bernd Fritz
Ehrungen:
25 Jahre: Andreas Berger
Rainer Schäfer
Ekkehard Single
Martin Stollsteimer
40 Jahre: Manfred Bäuerle
Wolfgang Fritz
Karl Huzel
Karl-Heinz Stäbler
zu den Bildern
Markus Zimmermann
Schriftführer
Freiwillige Feuerwehr
Leinfelden-Echterdingen
www.FEUERWEHR-LE.de



Feuerwehr: Das Notwendige vom Wünschenswerten trennen

Artikel aus der Filder-Zeitung vom 22.03.2010 (Online-Ausgabe)
Musberg. Stadtbrandmeister Werner Kuttler zieht positive Bilanz desvergangenen Jahres - trotz interner Querelen. Von Gabi Ridder
Offensichtlich hat es bei der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen im vergangenen Jahr intern Unruhe gegeben. "Wir haben vier Abteilungen, die ich nicht an die Kandarre nehme, sondern eher locker führe. Aber ich bin gegen Stammtischparolen, etwa eine Mannschaft ist besser ausgestattet als eine andere. Diese Altlasten werden oft übernommen, auch von der Jugend, und da stelle ich mich dagegen", erläutert Werner Kuttler. So trommelte der Stadtbrandmeister die gesamte Mannschaft zusammen, um sich in Haigerloch zu einer Klausurtagung mit einem externen Berater zurückzuziehen. Die Aussprache sei positiv verlaufen. "Wir haben wieder einen offenen Weg der Zusammenarbeit gefunden", sagt Kuttler.
Während der Hauptversammlung am Freitag zog der Stadtbrandmeister eine durchweg positive Bilanz. Die 196 Aktiven sind 257 Mal ausgerückt, davon zu 57 Bränden. Schwierig gestalteten sich die Löscharbeiten beim Feuer im Vereinsheim der Wanderer aus Stetten. Auch die Großbrände in Wohnhäusern in Oberaichen, Echterdingen und Waldenbuch forderten der Mannschaft einiges ab. Die Einsätze haben hervorragend geklappt, weil alle ein Ziel hatten und an einem Strang zogen. Auch intern haben sich die Abteilungen optimiert. "Achtet auch sonst auf Sportlichkeit und Kameradschaft", ermahnte Kuttler.
Finanziell hat die Gesamtwehr kein Problem. Die Verwaltung und der Gemeinderat befürworten Anschaffungen, weil die Wehr an sich selbst den Anspruch stelle, kostengünstige Wege zu suchen. "Wir haben uns eine Budgetkürzung auferlegt und es funktioniert. Man muss das Notwendige vom Wünschenswerten trennen", sagt Kuttler. 20 Jahre hat die Abteilung Stetten gewartet, nun erhält sie drei Fahrzeuge nacheinander. Allerdings ist noch Geduld angesagt, weil der Hersteller eines Löschfahrzeugs bereits seit 1,5 Jahren im Lieferverzug ist. Nun hoffen alle darauf, dass der Wagen 2010 kommt. Die Beschaffung einer digitalen Funkausrüstung hat die Wehr angesichts der finanziellen Lage der Stadt zurückgestellt.
Leider sei der Tag der Rettungskräfte im vergangenen Jahr nicht auf die erhoffte Resonanz bei der Bevölkerung gestoßen. Ziel war es, Kinder und Jugendliche für die Wehr zu interessieren. Einen Zuwachs hat die Jugendgruppe dennoch zu verzeichnen. Im Jahr 2008 zählt die Gruppe 39 Mitglieder, nun ist sie auf 52 angewachsen, zehn davon sind Mädchen.



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