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Fahrwerksprobleme: Notlandung legt Flughafen lahm (19.01.2010)



Foto: Michael Steinert/StZ

Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 19.01.2010 (Online-Ausgabe)

 

Stuttgart - Die Notlandung eines Frachtflugzeugs hat am Dienstagabend den Stuttgarter Flughafen lahmgelegt. Die zweimotorige Propellermaschine der deutschen Fluggesellschaft Binair war unterwegs von Brünn (Tschechien) nach Stuttgart. Sie landete mit Fahrwerksproblemen und blieb auf der Start-und-Landebahn liegen. Verletzte gab es unter der zweiköpfigen Besatzung nicht. Die Start- und Landebahn musste bis zur Bergung geschlossen werden. Wie lange die Bergung dauern wird, konnte zunächst nicht gesagt werden.

 

Update

 

Stuttgart - Nach der Notlandung einer zweimotorigen Propeller-Frachtmaschine ist der Stuttgarter Flughafen am Dienstagabend für Stunden lahmgelegt worden. Das Flugzeug hatte offenbar einen Defekt am Fahrwerk. Die beiden Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.

 

Von 17.55 Uhr an gibt es nur noch Nebel, Kälte, Blaulicht - aber keinen Flugverkehr mehr auf den Fildern. Nach der Bruchlandung eines zweimotorigen Frachtflugzeugs ist der Flughafen für mehrere Stunden blockiert. Die Maschine hatte Probleme mit dem Hauptfahrwerk, nun liegt sie etwa abseits der Start-und-Landebahn. Die beiden Besatzungsmitglieder, so heißt es schnell, sind unverletzt geblieben.

 

Bei der Maschine handelt es sich um ein Turbopropflugzeug des Münchner Cargo-Unternehmens Binair. Die zweiköpfige Besatzung war im tschechischen Brünn gestartet und auf dem Weg nach Stuttgart. Beim Landeanflug registrierte die Crew plötzlich Schwierigkeiten mit dem Fahrwerk, das sich offensichtlich nicht richtig ausfahren ließ. Kein Fehlalarm durch ein defektes Lämpchen im Cockpit.

 

Um 17.36 Uhr wurde am Flughafen Alarm für die Feuerwehren ausgelöst. Dann setzte die Maschine von der Weidacher Höhe kommend zur Landung an. Beim Aufsetzen wurde klar, dass es am Fahrwerk tatsächlich einen Defekt gab. Nach ersten Mitteilungen versagte eines der beiden Hauptfahrwerke - und die Maschine geriet von der Piste ab.

 

Bei dem Flugzeugtyp handelt es sich um einen Fairchild Metroliner, eine kleine Maschine, die mit ihren 18,1 Meter Länge und 17,3 Meter Spannweite nur leidlich für Passagierflüge geeignet ist. Sie wird vorwiegend im Frachtverkehr eingesetzt. Mit maximaler Reisegeschwindigkeit von 537 km/h, mit 1000 Kilometer Reichweite. Warum das Fahrwerk seinen Dienst versagte, müssen nun die Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung herausfinden.

 

Aufregung um Fahrwerksprobleme hatte es zuletzt im September 2009 gegeben, als bei einem Fokker-Passagierflugzeug das Hauptfahrwerk komplett versagte. Die Maschine der Contact Air aus Berlin mit 73 Passagieren musste auf dem Rumpf aufsetzen. Der Fall sorgte bundesweit für Furore, weil der damalige SPD-Chef Franz Müntefering unter den Fluggästen war. Experten entdeckten kleine Bruchstücke in der Fahrwerks-Hydraulik als Ursache. Die waren über Jahre unbemerkt im Hydrauliksystem mitgeschwommen.

 

Die Bruchlandung am Dienstagabend endete glimpflich - für den Flugverkehr von und nach Stuttgart hatte dies unliebsame Folgen. Flüge mussten umgeleitet werden, hatten Verspätung oder wurden gleich annulliert. So wurden am späten Abend die Starts und Landungen für Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Zürich gestrichen. Passagiermaschinen aus Paris, Mailand und Bremen wurden annulliert. Gegen 20 Uhr begann die Feuerwehr damit, die havarierte Maschine zu bergen. Um noch den Rest der Flugverbindungen abwickeln zu können, verlängerte das Regierungspräsidium die Nachtflugbeschränkung. Damit durfte noch bis 1 Uhr gelandet werden.




Notlandung am Flughafen Stuttgart: Maschine landet neben der Piste (19.01.2010)

Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 19.01.2010 (Online-Ausgabe)

 

Stuttgart - Notlandung auf dem Stuttgarter Flughafen: Kurz nach 18 Uhr ist eine Maschine der Fracht-Airline Binair, die aus dem tschechischen Brünn kam, mit Fahrwerksproblemen neben der Landebahn zum Stehen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, waren nur zwei Besatzungsmitglieder an Bord. Die beiden standen unter Schock, verließen ansonsten aber unverletzt das Flugzeug.

 

 

Wie es zu dem Zwischenfall kam, ist noch unklar: Laut Polizei machte die Crew einen Sichtflug vor dem Tower, wobei ihnen bestätigt wurde, dass die Fahrwerke ausgefahren waren. Anscheinend funktionierte aber beim Landen nur eines der beiden Fahrwerke. Der Flughafen ist bis auf Weiteres gesperrt.

 

Update

 

Stuttgart - Wieder sind es Probleme mit dem Fahrwerk gewesen: Die zweimotorige Frachtmaschine der Gesellschaft Binair kam von Brünn mit dem Ziel Stuttgart. Da es wohl Probleme mit dem Fahrwerk gab, flog der Pilot am Tower vorbei. Die Kollegen funkten, dass die Räder ausgefahren waren. Beim Landen aber kam das Frachtflugzeug von der Piste ab und erst auf dem Grünstreifen zum Stehen. Der 54-jährige Pilot und seine 48 Jahre alte Ehefrau, die als Besatzungsmitglied an Bord war, überstanden die Notlandung unverletzt, sie erlitten aber einen Schock. Wie es zu dem Zwischenfall kam, ist noch unklar - nach ersten Informationen soll nur eine Seite des Fahrwerks stabil gewesen sein.

 

Die Maschine ist ein Metroliner, der bis 2001 von der US-Firma Swearingen gebaut wurde. Noch immer sind weltweit mehr als 750 Maschinen dieses Typs im Einsatz. Der Geschäftsführer von Binair, einer Firma mit Sitz in München, lehnte jeden Kommentar zu dem Vorfall ab. Binair wirbt im Internet mit Ad-Hoc-Frachttransporten. Was der Metroliner in Tschechien geladen hatte, war bis gestern Abend nicht bekannt.

 

Der Flughafen war gestern bis in den späten Abend gesperrt, weil die Maschine erst geborgen werden musste, was sich auf dem aufgeweichten Untergrund laut Polizei relativ schwierig gestaltete. Für die Passagiere auf dem Flughafen war Geduld angesagt: Zahlreiche Flüge verspäteten sich oder wurden nach München, Nürnberg und Frankfurt umgeleitet, einige mussten ganz abgesagt werden. An den Abfertigungsschaltern der Fluglinien bildeten sich lange Schlangen. Ankommende Maschinen wurden auf andere Flughäfen umgeleitet. Laut Flughafensprecher Volkmar Krämer wurde das Nachtflugverbot um mehr als eine Stunde verkürzt.

 

Erst am 14. September des vergangenen Jahres hatte eine Passagiermaschine am Stuttgarter Flughafen mit Fahrwerksproblemen zu kämpfen gehabt. Zwei winzige Plastikteilchen hatten die Hydraulik des Fahrwerks blockiert. Die Fokker 100 der Linie Contact Air kam von Berlin-Tegel und hatte unter den rund 70 Passagieren auch den damaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering an Bord. Der Pilot machte mit der Maschine eine makellose Bauchlandung, die Fluggäste mussten das Flugzeug über Notrutschen verlassen. Auch damals musste der Flughafen für mehrere Stunden gesperrt werden, weil die Maschine geborgen werden musste.

 




Stuttgart: Notgelandetes Flugzeug blockiert Landebahn

Artikel SWR-Nachrichten (Baden-Württemberg) vom 19.01.2010 (Online)

 

SAuf dem Stuttgarter Flughafen ist am frühen Abend eine kleine Frachtmaschine notgelandet. Pilot und Begleitperson seien nicht verletzt worden, so ein Polizeisprecher. Der Flughafen ist derzeit komplett gesperrt, teilte ein Flughafensprecher mit.

 

Die zweimotorige Frachtmaschine der deutschen Fluggesellschaft Binair landete mit Fahrwerksproblemen und blieb neben der Start- und Landebahn auf einer Wiese liegen. Die Maschine war unterwegs von Brünn (Tschechische Republik) nach Stuttgart.

 

Die Start- und Landebahn ist bis zur erfolgten Bergung geschlossen. Wie lange die Bergung dauern wird und wann die Start- und Landebahn des Flughafens wieder freigegeben werden kann, ist derzeit unklar. "Letzter Start wäre um 23 Uhr, letzte Landung um 24 Uhr erlaubt", sagte der Flughafensprecher. Flugreisende müssen mit Behinderungen und Wartezeiten rechnen.




Frachtmaschine blockiert Landebahn - Flughafen Stuttgart nach Notlandung gesperrt

Artikel aus Stuttgart Journal.de vom 19.01.2010

 

Flughafen Stuttgart nach Notlandung gesperrt. Auf dem Flughafen Stuttgart kam es am Dienstagabend kurz vor 18 Uhr zu einer Notlandung eines Metroliners.

 

Wie der Flughafen Stuttgart mitteilt, war die zweimotorige Frachtmaschine der deutschen Fluggesellschaft Binair unterwegs von Brünn in der Tschechischen Republik nach Stuttgart.

 

Die Maschine landete mit Fahrwerksproblemen und blieb neben der Start- und Landebahn liegen. Verletzte gab es unter der zweiköpfigen Besatzung nicht. Die Start- und Landebahn ist bis zur erfolgten Bergung geschlossen. Wie lange die Bergung dauern wird, kann derzeit nicht genau gesagt werden.




Pressemitteilung Polizei Esslingen 19.01.2010

Flughafen Stuttgart, 19.01.2010, 17.50 Uhr, Kleinflugzeug musste notlanden

 

Ein Kleinflugzeug vom Typ „Microliner Finnair“ musste am Dienstagabend nach

Problemen mit dem Fahrwerk auf dem Stuttgarter Flughafen notgelandet werden.

 

Die Maschine schlitterte nach der Landung auf eine angrenzende Wiese, der 54-jährige Pilot und seine 48-jährige Ehefrau konnten unverletzt geborgen werden. Erkenntnisse zur Ursache und der Schadenshöhe liegen derzeit nicht vor, die Bergung der Maschine dauert an.




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