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Die Björn-Steiger-Stiftung, Live-Service 112 rettet Leben, Handy-Ortung per GPS

Rettungshubschrauber, Notrufsäule oder auch die Notrufe 110 und 112, all das würde es nicht geben ohne ihn: Siegfried Steiger, Gründer der Björn-Steiger-Stiftung. Sein Sohn wurde 1969 von einem Auto angefahren und starb, weil der Rettungswagen sage und schreibe 57 Minuten zum Unfallort brauchte. Björn Steiger war gerade mal 8 Jahre alt.

 

DRK-Krankeneinsatz

Siegfried Steiger gründete alsbald seine Stiftung, führte den Sprechfunk im Rettungswagen ein und veranlasste in den 70iger Jahren den Betrieb der Autobahn-Notruftelefone durch den Bund. Auf Bundes- und Landstraßen unterhält die Björn-Steiger-Stiftung selbst das bis heute größte Notruf-Telefonnetz in Europa. Das neueste Projekt: die Handy-Ortung per GPS.
Täglich gehen über 60.000 Notrufe mittels Mobilfunk bei den Rettungsleitstellen in Deutschland ein. Trotzdem kommt für Viele jede Hilfe zu spät. Denn häufig sind die Angaben der Anrufer zu ungenau oder sogar falsch.


Die eigene mobile Notrufsäule in der Jackentasche kann im Ernstfall lebensrettend sein. Ein Anruf bei der Björn-Steiger-Stiftung genügt und die Deutschlandweit kostenlose Notrufalarmierung ist freigeschaltet.


Wer sein Handy registrieren lässt und die 112 anwählt kann mit einer speziell entwickelten Software auf etwa einen Kilometer genau geortet werden. Dafür reicht ein ganz normales Mobilfunkgerät. Denn in ganz Deutschland bilden die Funknetze der Betreiber sogenannte Waben. Mobiltelefone melden sich jeweils in der Wabe an, wo sie den besten Empfang haben.
Besser funktioniert die Ortung allerdings mit einem GPS-Handy oder einem Handy mit entsprechendem Zusatzmodul. Das eingeschaltete Gerät empfängt dann Signale von Satelliten aus dem Weltall. Diese Positionsbestimmung wird auch bei Navigationsgeräten im Auto verwendet. Damit kann eine Position auf der Erde metergenau, also ganz exakt ermittelt werden.


Der Schutz persönlicher Daten– so Geschäftsführer Pierre Enric Steiger - hat trotz allem oberste Priorität. Wer nicht gefunden werden will, wird das auch nicht. Ein genauer Fahrplan wurde mit Datenschützern deshalb erarbeitet. Eine Handy-Ortung wird erst dann möglich, wenn ein entsprechender Notruf eingegangen ist, also der Anrufer dies auch möchte.


Der Vorteil dieser deutschlandweit kostenlosen Notrufalarmierung ist unübertroffen. Selbst Unverträglichkeiten und einzunehmende Medikamente werden in einer sogenannten Notfallakte registriert und sind den Rettungskräften im Ernstfall bereits bei Anfahrt bekannt.


Im nächsten Jahr wird Stiftungs-Gründer Siegfried Steiger 80 Jahre alt und will auf jeden Fall weitermachen, Hilfe geben, die es für seinen Sohn Björn nicht gab.

 

Quelle: Homepage SWR1

Registrierung unter: www.steiger-stiftung.de

 


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