Brand bei der Firma mbw im Werk Roto Frank in Leinfelden

Am Mittwochmorgen kam es kurz nach vier Uhr zu einem Kabelbrand im Untergeschoss des Galvanikgebäudes.
Die ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen wurden um 04.27 Uhr von der Leitstelle Esslingen alarmiert.
Zunächst war durch die starke Rauchentwicklung keine eindeutige Lage erkennbar. In Absprache mit dem Einsatzleiter der Werkfeuerwehr Roto Frank, Gerhard Fritz wurde nachdem alle Personen aus dem Bereich sich am Sammelplatz eingefunden hatten durch Kräfte der Feuerwehr LE mit Atemschutz die Lüftung des Untergeschosses zur Feststellung des Brandherdes eingeleitet.
Drei Schichtführer der Nachtschicht hatten versucht das Feuer mit Handfeuerlöschern zu löschen. Sie wurden vorsichtshalber von der Feuerwehr den Kräften des Roten Kreuzes und dem Notarzt übergeben.
Einsatzleiter der Feuerwehr LE, Wolfgang Benz ließ aufgrund der unklaren Lage und des Bedarfes an Atemschutzgeräteträgern die Abteilung Musberg nachalarmieren.
Gegen 05.10 Uhr war der betroffene Bereich stromlos geschaltet, wodurch der Brand vollends zum Erlöschen kam. Bei der anschließend durchgeführten Erkundung mit Atemschutzgeräten wurde festgestellt, dass durch die Wärmeeinwirkung des Brandes eine in der Nähe befindliche Rohreitung in der Salzsäure fließt eine Beschädigung durch die Wärmeeinwirkung aufwies. Dadurch wurden kleinere Mengen an Salzsäuredämpfen freigesetzt.
Nach Absperren der Rohrleitung durch das Personal der Firma mbw konnte der Austritt gestoppt und die ätzenden Dämpfe mittels eines von der Feuerwehr vorgenommenen C- Rohres mit Sprühstrahl unschädlich gemacht werden. Bei der anschließenden Besichtigung der Brandstelle war man überrascht, welche Mengen an stechendem Rauch durch einen kleinen Brand von Kunststoffmaterialien freigesetzt werden können.
Als Brandursache vermutet man nach Aussage des Betriebsleiters der Firma mbw eine Störung in der Steuerungstechnik. Der direkt entstandene Schaden an der Anlage wurde mit ca. 1.000.- € angegeben.
Nach Absprache mit der Werkfeuerwehr Roto Frank konnte dann um 05.41 Uhr der Einsatz beendet werden.
Für die Umwelt bestand nach Aussage der Werkfeuerwehr zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr, da sich die Brandstelle in einem abgesicherten Bereich befindet, wo alle Stoffe aufgenommen und neutralisiert werden.
Um kurz nach sechs Uhr übernahm die Werkfeuerwehr sowie Fachpersonal die Einsatzstelle und die Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen konnte wieder in ihre Gerätehäuser einrücken.
Die Feuerwehr LE war mit insgesamt 11 Fahrzeugen und 43 Mann im Einsatz.
Das DRK war mit 14 Fahrzeugen und 31 Kräften vor Ort.
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Carsten A. Stierle
Pressesprecher
Freiwillige Feuerwehr
Leinfelden-Echterdingen
www.feuerwehr-LE.de
