 
Die fruchtbare Filderebene, nahe dem Flughafen Stuttgart, kam schon früh unter den Pflug. Davon zeugen etwa 7000 Jahre alte Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit, die 1991 beim Bau der S-Bahnlinie zwischen Leinfelden und Echterdingen entdeckt wurden. Nach den steinzeitlichen Bandkeramikern haben sich hier Kelten, Römer, Alemannen und Franken nieder gelassen. Die "Riesenschanze" südwestlich von Echterdingen gibt noch heute Zeugnis vom keltischen Einfluss. Die Alemannen haben Echterdingen gegründet, worauf die Endung "-ingen" hinweist.
Die ersten urkundlichen Aufzeichnungen zu Leinfelden-Echterdingen reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück: 1185 wird Echterdingen zum ersten Mal erwähnt. Musberg und Stetten werden in einer päpstlichen Urkunde von 1229 und Leinfelden im Jahr 1269 genannt. Bis heute lassen sich die baulichen Spuren der Vergangenheit zurück verfolgen - beispielsweise bei einem Spaziergang auf dem historischen Pfad im Stadtteil Echterdingen.
Über das alltägliche Leben auf den Fildern erfahren wir aus den historischen Aufzeichnungen nur wenig: Über lange Jahrhunderte sind fast nur Berichte über die wechselnden Besitzverhältnisse erfasst. Erst mit der Reformation und der Verbreitung humanistischen Denkens gab es auch eine Umorientierung des bäuerlichen Lebens. Angebaut wurden nun Getreide, Flachs und das Filderkraut. Der Krautanbau hat die Wirtschaft auf den Fildern lange Zeit geprägt und erheblich zum Wohlstand beigetragen. Urkundlich belegt ist der Krautanbau bereits für das Jahr 1501. Um 1900 war Echterdingen mit 168 Hektar die größte Krautanbaugemeinde auf den Fildern. Das spitze Filderkraut wurde vermutlich vor rund 400 Jahren in Nellingen gezüchtet und war über die umherziehenden Filderbauern schon bald in aller Munde. Dank des alljährlichen Filderkrautfestes (immer am zweiten Oktober-Wochenende) ist die einst begehrte Handelsware auch heute noch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
Überregional bekannt und geachtet sind auch drei historische Persönlichkeiten, die hier wirkten: Michael Ott von Echterdingen (um 1479 - 1532) machte zu Beginn des 16. Jahrhunderts in österreichischen Diensten Karriere als Oberster Feldzeugmeister und kaiserlicher Rat. Philipp Matthäus Hahn (1739 - 1790) , evangelischer Pfarrer und genialer Ingenieur, lebte und arbeitete von 1781 bis zu seinem Tod in Echterdingen; in seiner Werkstatt im Pfarrhaus konstruierte und verbesserte er vor allem Taschenuhren. Graf Ferdinand von Zeppelin (1838 - 1917) musste mit seinem Luftschiff LZ 4 am 5. August 1908 bei Echterdingen notlanden; kurz darauf stand der "Zeppelin" in Flammen und brannte aus. Diese Katastrophe ging als der "Tag von Echterdingen" in die Geschichte der Luftschifffahrt ein. Echterdingen wurde Ausgangspunkt einer enormen Spendenaktion, die dem Grafen die Fortsetzung seines Luftfahrtprojektes ermöglichte.
Im Zuge der Gemeindereform schlossen sich am 1. Januar 1975 Echterdingen, Leinfelden, Musberg und Stetten zur neuen Stadt Leinfelden-Echterdingen zusammen; 1976 wurde sie zur Großen Kreisstadt erhoben. Zur Zeit zählt Leinfelden-Echterdingen etwas über 37.000 Einwohner. Seit der Eröffnung der Neuen Messe im Oktober 2007 präsentiert sich die Große Kreisstadt ihren Bürgern und Gästen unter dem selbstbewussten Motto "Leinfelden-Echterdingen - wo sonst." als moderne >>Flughafen- und Messestadt<<. Nähere Informationen zur noch jungen Stadtgeschichte finden Sie in der Chronik Leinfelden-Echterdingen.
Bilder und Texte entnommen von der Homepage der Stadt Leinfelden-Echterdingen
Weitere Information zu Leinfelden-Echterdingen finden Sie auch bei Wikipedia. |