Wohnungsbrand mit Todesfolge in Leinfelden

Am 30. Januar 2005 wurde die Freiwillige Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen um 01:45 Uhr zu einem Wohnungsbrand in den Bussardweg nach Leinfelden gerufen.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte bot sich folgende Lage: Aus dem 1. OG eines Mehrfamilienhauses schlugen meterhohe Flammen. Zwei Personen befanden sich noch in der Wohnung. Sofort ließ Einsatzleiter Wolfgang Benz mehrere Angriffstrupps unter Atemschutz über die Steckleiter sowie über das Treppenhaus zur Menschenrettung vorgehen. Zum Schutz der anderen Anwohner wurde das Mehrfamilienhaus teilweise evakuiert. Zeitgleich ließ er über die Leitstelle eine zusätzliche Abteilung alarmieren.
Kurz drauf konnte eine Person aus der Wohnung gerettet, dem DRK übergeben und ins Krankenhaus transportiert werden. Noch immer befand sich eine weitere Person in der Wohnung. Ein Schlafzimmer der Wohnung stand bereits im Vollbrand. Hier konnte der Angriffstrupp dann nur noch die Leiche des Sohnes der geretteten Person finden.
Umgehend wurden Seelsorger an die Einsatzstelle beordert, sowohl für die Einsatzkräfte als auch für die übrigen Bewohner.
Eine, über der Brandwohnung lebende Bewohnerin, verbrachte die restliche Nacht bei Bekannten.
Im weiteren Verlauf traf auch Oberbürgermeister Roland Klenk an der Einsatzstelle ein.
Nach den Nachlöscharbeiten wurde die Einsatzstelle der Kripo übergeben.
Die Brandursache und die Höhe des Schadens stehen zur Stunde nicht fest.
Insgesamt ging die Feuerwehr mit 2 C Rohren im Innenangriff, sowie 1 C Rohr im Außenangriff vor. Um 06.15 Uhr verließen die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle.
Herausgestellt werden sollte, dass es sich bei einem Einsatz mit Todesfolge um einen sehr ungewöhnlichen Einsatz handelt und dieser eine enorme Belastung für die eingesetzten Kräfte darstellt.
Insgesamt war die Freiwillige Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen mit elf Fahrzeuge und 51 Mann vor Ort. Unterstütz wurden sie von der Polizei, Kriminalpolizei sowie dem DRK mit 23 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen.
Ganz besonders Danken möchten wir den Notfallseelsorgern die nach dem Einsatz für uns Ansprechpartner waren und es in der nächsten Zeit bleiben werden.
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Carsten A. Stierle
Pressesprecher
Freiwillige Feuerwehr
Leinfelden-Echterdingen
www.feuerwehr-LE.de
